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Fahrbericht Bliss-Stick R.A.D. 185
geschrieben von Andreas Pfeiffer, erstellt am 31.03.2004

Fahrbericht R.A.D. 185
von Andreas Pfeiffer

Der R.A.D. ist das neue Rodeoboot der neuseeländischen Bootsschmiede Bliss Stick. Der Stummel ist zur Zeit in zwei Größen auf dem Markt. Der Größere wird hier vorgestellt.

Auffällig an dem neuen Boot ist das überarbeitete Sitzsystem. Sitzauflage und Hip-pads sind serienmäßig eingebaut. Der Rückengurt ist über ein Ratschensystem einstellbar, die Schenkelstützen sind wie bisher gut verstellbar.
Der Sitz kann mit zwei Schrauben einfach gelöst und stufenlos eingestellt werden, um die persönliche Trimmung zu erreichen.


Im Beinbereich wurde der durchgehende Mittelkeil durch eine Kunststoffstütze ersetzt. Dadurch wurde eine erhöhte Beinfreiheit geschaffen.
Eine Ablassschraube wurde nun endlich auch eingebaut.
Mitgeliefert wird ein Schaumblock für die Fußstütze, ein Schaumsatz Hip-pads zum Austauschen und Anpassen sowie ein Imbussschlüssel um die nötigen Einstellungen vorzunehmen.

Auf dem Wasser verhält sich der R.A.D. sehr ausgewogen, gleichmäßiges Auftauchverhalten und eine angenehme Spurtreue machen ihn zum River Runner für leichtere Bäche.
Schnelligkeit ist allerdings nur auf der Welle vorhanden, was bei den kurzen Booten jedoch normal ist. Die Sitzanlage ist bequem und durch die Beinfreiheit auch für Großgewachsene sehr angenehm.

Was der Radical Aerial Device (R.A.D.)verspricht, hält er auch. Genug Speed und das nötige Volumen im Bug bringen den RAD nämlich ohne große Mühe in die Luft. Ganz egal ob kleine oder große Welle, der RAD spint und bluntet wie kein anderer Bliss Stick vor ihm. Auch fortgeschrittene Flugmanöver wie Helix oder Cali-Roll scheitern eher am Fahrer als am Boot.



Mit dem RAD hat Bliss Stick die Lücke im Rodeoboot-Sortiment geschlossen. Neben dem Flip und Slick-Stick, beide sind wohl eher in der Walze zu Hause, ist der RAD nun ein Top -Wellenboot. In der Walze macht der RAD aber auch keine schlechte Figur. Durch das hohe Volumen im Bug und das Stummelheck geht er beim Loop leicht in die Luft, man schafft auch beim Spielen das zweite Ende über das Heck.



Wenn man zum Cartwheelen den Sitz in eine vordere Position bringt, dann verhält sich der Kleine auch hier relativ neutral. Lediglich in kleinen, steilen Walzen, tut sich der RAD aufgrund des hohen Volumens im Bug etwas schwer.
An seichten Playspots ist der RAD ein guter Freund, da er mit seinen 185cm wohl nur selten auf den Boden tickt.

Fazit:
Der RAD ist ein ausgezeichnetes Wellenboot mit Tendenz zum Abheben.
Auch in großen, flachen Walzen macht er eine gute Figur.

Technisches:
Länge 187 cm
Breite 66 cm
Volumen 204 l
Gewicht 15 kg

Für kleinere und leichtere Paddler gibt es auch den R.A.D. 175

Andreas Pfeiffer

Weitere Infos unter www.paddelladen.de

 

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