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Testbericht Robson Charger
geschrieben von Alex, Armin, erstellt am 23.06.2004

Testbericht Robson Charger


"Brandnew for Creekperformance" verspricht Robson auf seiner Internetseite.

...Und das ist gar nicht falsch. Beim ersten Hinsehen fällt schon die Ausstattung und die Verarbeitung auf: Der gut justierbare Sitz, die Unterschenkelstützen, die Dichtungsscheiben hinter jeder Schraube und der serienmäßige Fittingsatz. Das alles bei einem Listenpreis von 899 Euro.

Durch das große Volumen und die geringe Länge wirkt der Charger auf den ersten Blick eher plump und lässt ein sehr träges Fahrverhalten vermuten. Wenn man aber genauer hinsieht, ist der Charger recht schmal und hoch. Er hat vorne und hinten einen runden Spant und in der Mitte einen Flachboden mit ausgeprägten Kanten.

Beim Probefahren hat sich dann herausgestellt, das der Charger alles andere ist, als ein träges plumpes Floß. Er ist schnell, wendig und dabei dennoch spurtreu. Je nach Sitztrimmung kann man die gewünschte Fahreigenschaft des Bootes sehr stark hervorheben. Und da ist auch der einzige Minuspunkt, der mir aufgefallen ist. Die Sitzluke ist, zumindest für große Fahrer, zu weit hinten. Da hilft es auch nicht, dass sich der Charger dieses Problem mit seinen Konkurrenten teilt.

Hat man seinen Trimm gefunden ist Spaß angesagt. Trotz des relativ hohen Gewichtes von 21 kg ist das Handling einfach. Der Charger lässt sich schnell auf Geschwindigkeit bringen, folgt seiner Linie genau und taucht in Walzen und nach Sprüngen schön gerade auf.

Damit ist er in steilen Rinnen mit Wasserfällen genauso zu Hause wie auf schnellen Katarakten...

Nur ganz wenig Wasser mag er nicht. Mit seinen ausgeprägten Kannten neigt er dazu sich die Spur von den Steinen aufzwingen zu lassen.
Dafür ist das Volumen des Chargers nicht nur für den Auftrieb da, sondern lässt sich auch als Stauraum für Gepäck nutzen. Das 1200-er Pelicase kann, wenn's sein muss, stehend verstaut werden. Bei einer Fahrt waren 60m Seil, das Pelicase, Wurfsack und das Bergematerial mit Paddelhaken Karabinern Bandschlingen und Umlenkrollen mit am Bach. Das ganze Zeug ließ sich ohne großes Gefummel im Heck verstauen.



Mit der Beinfreiheit verhält es sich ähnlich. Mit meinen 190cm Körpergröße und Schuhgröße 46 ist es nicht immer leicht Platz in einem Boot zu finden, welches noch dazu einen Mittelkeil hat. Auch hier zeigt sich, dass bei Robson auch über Kleinigkeiten nachgedacht wird. Der Mittelkeil ist für die Fußstütze nämlich unten ausgenommen, nicht wie bei den meisten anderen oben. So kann man die Fersen unter dem Keil zusammenrutschen, und gewinnt viel Platz für große Füße.



Alles in allem ist der Charger ein gelungenes Boot, dem man seinen Auftrag sofort anmerkt.

Fahrbericht, Fotos: Alex Meindl , Armin Auer

Technische Daten:

Länge: 252cm
Breite: 65cm
Höhe: 35cm
Volumen: 320l
Gewicht: 21kg
Cockpit: 92x45cm
Extras: Logic Pro Seat
Material: PE superlinear

 

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