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Thema: Helme - 02.01.2012 12:35
langohr
soulUser

Ort: n/a
Boote: Salto, Kendo, Alz, Kodiak, E65, RZ85, GFK-Wanderzweier

[überarbeitet am: 02.01.2012 12:43]

Das Forum zum Titelthema:


Wesentlich scheint mir zu sein, dass bei einem WW Helm der Innenausbau aus elastischem Schaum besteht, der auch mehrere Einschläge hintereinander verträgt, wie es passieren kann, wenn man kopfunter das Bachbett berührt.


Hartschaum dagegen, wie er bei Skater- oder Fahrradhelmen verwendet wird, nimmt die Stoßenergie einmalig  auf und bricht dabei, vor allem an den Stegen (siehe Bild). Ein WW-tauglicher Innenausbau hat dagegen gar keine Stege, sondern maximal Belüftungslöcher.


Um herauszufinden, ob das Dämpfungsmaterial WW-geeignet ist, empfiehlt sich die Fingernagelprobe: Mit einem Fingernagel den Schaum eindrücken und schauen was passiert: Feder der Schaum zurück - gut, bleibt eine kleine Kerbe - ist damit zu rechnen, dass der Schaum eher bricht als federt.


kingdingeling
soulUser

Ort: Hannover
Boote: Burn M, Gliss, PornoBat

ach das kann man kleben ;-)


Terry
soulUser

Ort: Düren
Boote: einige

Ich brech hier mal die Lanze und bring wieder Schwung ins Forum mit der Behauptung: "Alles Quatsch!"



Fahrradhelme und dergleichen:


sind 1. für deutliche härtere Einschläge konzipiert. Auf welchem Bach bekomme ich denn bitte 70km/h aufwärts hin? Wären die zu weich würden Schläge durch kommen. Ich vermute sogar, dass die eher mehr Stoßenergie auffangen als unsere teuren Spezialkajakhelme. Und ich behaupte, wenn ich en 10 Meter (+) Wasserfall fahre, dann ist es egal ob ich en Helm anhabe oder nicht wenn ich da kopfüber runter gehe und unten sind Steine. Dann brauch ich keinen Helm, sondern Hirn!


2. Die brechen nicht so viel schneller wie immer behauptet. Wenn TÜV etc das Ding prüfen und es würde den ersten Aufschlag nicht überstehen wäre das CE & GS Zeichen futsch! Auch Radfahrer schlagen nicht nur einmal auf! Wer das behauptet hat noch nie full Speed nen Abflug gemacht!


3. Schon mal en Radfahrer oder Konstukteur gesehen der sagt, mein Helm bricht beim ersten Impact? Die Firma/der Hersteller wäre wohl schnell pleite Das man Motorradhelme etc nach einen Sturz (auch wenn er nur aus der hand fällt) tauschen soll ist weitläufig bekannt. Aber wer macht das? Man soll auch alle 3-4 Jahre seinen Helm tauschen. Wer macht sowas? Hab ich Kohle zuviel? Und da erreicht man immerhin Geschwindigkeiten von bis über 200km/h. Mit dem richtigen Bike deutlich mehr!


4. Wenn ich so einen Schlag abbekomme, dass ein Helm bricht, dann bin ich vermutlich danach bewußtlos. Ohnmacht beim Schwimmer bedeutet absolute Lebensgefahr. Und ob es dann noch einen Unterschied macht ob der Resthelm auf meinem Kopf an irgendeiner Strebe gebrochen ist oder nicht....


5. gibts auch Scheiß Kajakhelme!


6. Wie oft sieht man Sweet Strutter & Co auf WW4-6? Die Dinger sind da total fehl am Platze. Aber es ist ja noch immer gut gegangen. Auch bei mir! Ich glaube en Fullface MTB Helm für en drittel des Preises bringt da mehr!


Das ist meine Sicht der Dinge! Ich würde niemals z.b. Sweet kaufen. Preislich einfach sooo überteuert, dass ich mir lieber ne gute Unfallversicherung gönne.


Uwe
soulUser

Ort: near Stuttgart
Boote: Pyranha S6F, Delirium, 2 Aliens, kendo, diablo, Abfahrtskajak

Zitat von Terry
ein Fullface MTB Helm für en drittel des Preises bringt da mehr! Das ist meine Sicht der Dinge! 


sehe ich auch so, einen Nachteil haben aber die Skate und MTB Helme doch: Die vernickelten Nieten und D-Ringe rosten und speziell im Meerwasser sogar ganz schön schnell. habe gerade einen solch verrosteten Helm auf meiner Werkbank zur Reparatur.

kenny
soulUser

Ort: Düren
Boote: Pyranha Prozone 225, Robson TT,

Zitat von derdepp
Ja, aber das tun die Sweethelme genau so. Ich kann dir versichern, dass ich einen ziemlichen Hals hatte, als eine der Gurtverankerungen bei meinem Rocker sich mitten auf dem Bach wegen Korrosion verabschiedete.



wow bei dem preis sollte beim rocker,.... gar nix rosten^^
nach 4 jahren nutzung ist mein helm (downhill fullface) bis auf die üblichen kratzer fast wie neu^^

Coffee
soulUser

Ort: Frankenland
Boote: Lettmann Pinball

guten Morgen,

und trotzdem sind alle Helme anderst aufgebaut. Schaut Euch mal genau einen MTB Helm (Fahrradhelm), einen Kletter/Berghelm oder einen Wassersporthelm an. Selbst wenn ich so ne Skaterschale gegen einen Wassersport Kajakhelm lege ist der Innenaufbau anders. Wieviel Sinn oder nicht sinn so eine kleine Sweet Nußschale bei WW 4 oder mehr am Kopf macht muss wohl jeder vernünftige für sich selbst entscheiden. Ebenso ob es ein Helm mit Ohrenschutz oder nicht ist.

Ich kann nur aus meiner Erfahrung sagen das schon ein Unterwasser liegender Baum auf Flachwasser, wenn ich da keinen Helm angehabt hätte, sicher mehr angerichtet hätte. (so nur Platzwunde quer über die Augenbraue).

Ich betreibe einige Sportarten wo ich mir das Helmtragen angewöhnt habe. Habe also auch für jeden dieser Sportarten einen eignen Helm entsprechend bereitliegen.

Mit einem Motorrad Fullface würde ich allerdings kein Wassersport machen wollen, viel zu schwer und die Polsterung innen saugt sich schön mit Wasser voll :/

lg coffee
Coffee
soulUser

Ort: Frankenland
Boote: Lettmann Pinball

dann habe ich halt keine Ahnung :) meinen Skihelm würde ich dennoch nicht auf dem Wasser anziehen, und meinen Vespa Helm auch nicht. Ebenso würde ich meinen Kletterhelm nicht beim Skifahren tragen oder meinen Bikehelm. Und sicherlich gibt es gewisse Überschneidungen und Ahnlichkeiten, aber auch genug unterschiede. Die sehe ich schon mit blossem Auge wenn ich meine Helme nebeneinander lege.

coffee

P.S. Aber die Helmindustrie hat natürlich auch den Multisporttrend erkannt und somit gibt es durchaus auch immer mehr Multiport Helme auf dem Markt. Wenn ich mal wieder meine Helme austauschen muss, werde ich drüber nachdenken :-)
kenny
soulUser

Ort: Düren
Boote: Pyranha Prozone 225, Robson TT,

anfangs dachte ich auch, das ein speziell für paddeln entwickelter helm das non plus ultra ist.jedoch mit den jahren hat sich diese einstellung geändert.
meist loht sich ein blick in andere sportarten.

die hochgelobten fullface paddel helme zu beispiel sind in den meisten fällen viel zu instabil.der kinnbügel lässt sich ohne großen kraftaufwand eindrücken.
nebenbei sind die noch sau teuer.

habe nach etwas suche einen fullface helm gefunden der viel stabiler ist.
klar hat dieser helm mehr innenfutter als ein kajak helm, jedoch ist dies nicht von nachteil in meinen augen.
die 100 oder 200 gramm wasser die durch das futter in meinem helm aufgesogen werden sind echt zu vernachlässigen.hatte dadurch nie einen nachteil beim rollen,...
bei einem motorrad helm schauts ja wieder ne ecke extremer aus.

ich denke jeder sollte für sich die entscheidung treffen, welchem helm man sein vertrauen schenkt.

soulsurfer
soulUser

Ort: Troisdorf
Boote: Fluid Spice M, Jackson Allstar

Also ich bin bisher mit meinem 15 Jahren alten Protec Helm für Agressive Skating bestens bedient gewesen. Der Helm hat eine relativ dicke Kunststoff Außenschale und eine ca. 2cm dicke elastische Innenpolsterung. Dieser Helm hat mir bisher sehr gute Dienste erwiesen und ich und der Helm haben einige heftige Einschläge unbeschadet überstanden.


Ich finde es sehr ernüchternd was so alles in den Kajakshops verkauft wird. Viele Helme haben eine zu dünne Polsterung oder die Außenschale ist viel zu flexibel!


Da sich letzte Woche auch an meinem Skatehelm eine Niete gelöst hat, bin ich zu einem Händler in meiner Umgebung. Der hatte nur einen Helm "Sweet Rocker Full Cut" auf Lager der meinen Kriterien eines Wildwasserhelms gerecht wurde. Dank einer 30% Aktion war dann der Preis auch keine Ausschlusskriterium. Ich hoffe mal der Kauf war kein Fehler?


Was mir noch aufgefallen ist, Sweet Helme haben ja die CE 1385 Zertifikation, schließen aber den Gebrauch selbst für einen Rocker für mehr als WW IV aus! Gibt es Helme bei denen der Hersteller einen Einsatzbereich von z.B. WW V anpreist?


@Uwe:Wo bekommt man am Besten Nieten und D-Ringe her? Ich würde gerne meinen Skatehelm als Zweithelm reaktivieren!


langohr
soulUser

Ort: n/a
Boote: Salto, Kendo, Alz, Kodiak, E65, RZ85, GFK-Wanderzweier

Zitat von Terry
Ich brech hier mal die Lanze und bring wieder Schwung ins Forum mit der Behauptung: "Alles Quatsch!"[...] Preislich einfach sooo überteuert, dass ich mir lieber ne gute Unfallversicherung gönne.


Na das wurde ja auch langsam Zeit, dass sich da wer mal äußert!


ALLES Quatsch - naja!


Ich selber habe einen Bern Macon - übrigens eine der wenigen Firmen, die auch xxl für Dickköppe wie mich fertigt, nix ist schlimmer als ein Helm, der zu klein ist.


Da ist eine harte und feste Schale mit einem relativ festen Weichschaum ausgepolstert. Der Schaum ist in der H2O-Variante, im Gegensatz zur Winterausführung, nicht zusätzlich mit irgendwelchem Stoff bezogen der sich vollsaugen könnte und dann zu "muchten" anfangen würde. Ausspülen mit Klarwasser und gut.


Beschreibung von der Website


Shell: Thicker ABS shell specifically designed for Brock foam


Impact Foam: Soft and breathable Brock foam for multiple low-impact protection


Features: Made with open cell Brock foam for improved moisture circulation. Our water helmets are lined with water resistant EVA and laminated neoprene. Removable ear protectors included.


Die Tatsache, dass der Helm diese einknöpfbaren Ohrenlappen hat, macht sich gut als leichtere Alternative zu einem Fullcut (also mit Kinnschutz) welchletzteres man nur für Wildwasser benötigt, wo ich nicht mehr fahre und also mir auch kein Urteil erlaube.


Für die Coolheit gäbe es die Dinger auch noch mit anderem Frontdesign (Sonnenschild), aber was den Innenausbau angeht, lohnt es sich bei den Berns mal die Alternativen für das gleiche Helmschalenmodell zu vergleichen. http://www.bernunlimited.com/Innovation/H2O


Kurz und gut, ich denke, das Wesentliche ist die Qualität des Innenausbaus, und da eignen sich bei den Weichschaumhelmen weder Motorradhelme noch Wintersporthelme oder andere Modelle mit Stoffbezug, und Hartschaumhelme halte ich sowieso für ungeeignet - denn beim Paddeln knallt es wenn es knallt nicht nur einmal auf die Birne: 


soulsurfer
soulUser

Ort: Troisdorf
Boote: Fluid Spice M, Jackson Allstar

[überarbeitet am: 13.01.2012 21:57]
@langohr: beim full cut ist die Schale des Helms meines Wissens nach ueber die Ohren gezogen und der full face hat nen integrierten Kinnschutz
langohr
soulUser

Ort: n/a
Boote: Salto, Kendo, Alz, Kodiak, E65, RZ85, GFK-Wanderzweier

Zitat von soulsurfer
@langohr: beim full cut ist die Schale des Helms meines Wissens nach ueber die Ohren gezogen und der full face hat nen integrierten Kinnschutz

Stimmt, insofern habe ich mich in dem Beitrag sprachlich nicht ganz korrekt ausgedrückt. Danke für den Tipp.


Beste Grüße aus Leipzisch von Langohr


Also hier nochmal richtig:



Die Tatsache, dass der Helm diese einknöpfbaren Ohrenlappen hat, macht sich gut als leichtere Alternative zu einem Fullcut (mit Ohrenschutz) oder gar einem Fullface (also mit Kinnschutz) welchletzteres man nur für Wildwasser benötigt, wo ich nicht mehr fahre und also mir auch kein Urteil erlaube.




 
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