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Fahrbericht zum Dagger GT und GTX
geschrieben von Toni, erstellt am 17.07.2002

Funcruiser Serie 2002

Wieder einmal ist es soweit, ein neuer, natürlich subjektiver Test auf der SuperSoulboaterSoapSeite:

Beide Boote sind uns von Pietro von AlpinAction in Trnovo an der Soca für diesen Test zur Verfügung gestellt worden. Die Boote wurden von uns an der Soca und an der Isel ausgiebig getestet. Zu den Testpersonen: meine Wenigkeit ( 175/70kg 42er Latschen) und Thomas aus Graz, 185/95kg 45er Treter.
Vielleicht aber erst einmal einige Daten zu den beiden Booten, von denen Dagger schreibt, dass sie die Nachfolge des RPM und des RPM max antreten sollen.


Toni im GT beim Test auf der Soca

Dagger GT - Länge: 239 cm Breite: 61 cm Volumen: 257 l Gewicht: 17,2 kg
Dagger GTX -
Länge: 250 cm 64 cm 288 l 18,1 kg

Der GT: Anders als früher der RPM hat der GT ein flaches, zeitgemäßes Unterschiff. Dadurch liegt der GT satt auf dem Wasser, das Boot bietet eine sehr hohe Anfangsstabilität. Die Kanten des Bootes sind typisch Dagger, sauber, nicht allzu aggressiv, dennoch ist das Boot ziemlich exakt zu fahren. Was mir ein wenig negativ aufgefallen ist, das ist die flache, relativ weit hoch gezogene Bootsspitze. Was sicher beim Surfen von Vorteil ist, und im Wildwasser nicht merkbar ist, das stört beim zügigen Dahinpaddeln auf "flacherem" Wasser, denn das Vorderschiff schlägt immer wieder nervös auf die (kleineren) Wellen auf, und man hat permanent das Spritzwasser im Gesicht... Dies lässt sich aber ändern, in dem man den extrem leicht verstellbaren Sitz in die exakte Position bringt. Die Sitzverstellung ist in 3 Minuten erledingt. Rollen lässt sich der GT ziemlich einfach, da er schließlich nicht allzu breit ist, und auch die Kanten nicht zu scharf sind. Das Volumen des GT ist für mittlere Paddler bemessen, diese werden sich in dem Teil auch wohl fühlen.

Die Sitzanlage Auffallend beim GT ist seine Agilität und Wendigkeit. Kehrwasser ein- und ausschlingen geht mit diesem Boot dermaßen leicht, dass auch Paddler, die etwas schwächer fahren, von nun an ihre Freude haben dürften. Dazu ist der GT noch seht schnell, was ihn als Riverrunner auszeichnet. Die Sitzanlage ist daggertypisch; Einfach perfekt, man setzt sich in das Boot, und fühlt sich wohl!! Kleinere und mittlere Paddler bis zirka 180 cm haben anständig Platz, bis 80 kg bietet das Boot auch genug Reserven für heftigeres Wasser. Die Schenkelstützen lassen sich sauber verstellen, auch die Prallplatte und der Sitz lassen jede Menge Einstellungen zu. Auch die Luke ist perfekt geraten, zumindest für "normal" gebaute Paddler.
Weitere Ausstattung: Eine Flaschenhalterung zwischen den Beinen und ein super Rückengurt. Der kleine zusätzliche Schaumkeil (pleasure pad oder cock killer) direkt zwischen den Beinen ist etwas gewöhnungsbedürftig. Der GT wird vorne und hinten mit Mittelkeilen verstärkt. Das Boot wird dadurch deutlich stabilisiert, ein Mitführen von diversem kleinerem Zubehör (Wurfsack etc.) geht sich jedoch auch noch aus, auch die Pelibox hat knapp noch Platz. Die Griffe sind tadellos, auch eine Absperrvorrichtung ist vorhanden. Unterscheiden ist etwas schwerer, da das Heck doch deutlich Volumen aufweist, bei sauberer Technik funktioniert es jedoch. Auch Rocksplats und sogar Cartwheels (an der Socaspielstelle Abseilstrecke) funktionieren, surfen sowieso.


GT und GTX

FAZIT: Ein ziemlich gelungener Riverrunner, mit dem vor allem "Komfort-Fahrer" und typische Daggerfans ihre Freude haben werden. Zuhause ist der GT auf allen Gewässern, ein typischer Riverrunner halt, der mehr Potential als Wildwasserbott denn als Spielschüssel hat.


Toni 2m weiter...

Der GTX: Am zweiten Tag bin ich dann den GTX, den großen Bruder des GT gepaddelt. Beide Boote ähneln sich natürlich sowohl vom Fahrverhalten, als auch von der Reaktion, wenn auch der GTX für mich plumper wirkte, Thomas war fasziniert von der Agilität. Die Ausstattung ist klarerweise vollkommen ident, und kann 1 : 1 vom oben beschriebenen GT übernommen werden. Durch sein hohes Volumen liegt der GTX richtig breit auf dem Wasser, das Boot bietet eine extrem hohe Stabilität. Für mittelschwere Paddler um die 70kg könnte man den GTX durchaus auch als Semicreeker durchgehen lassen, vergleichbar in etwa mit dem 230er Micro, allerdings durch den Flachboden deutlich agiler. Für schwerere Jungs ist es sicher der Riverrunner schlechthin, manchmal war ich mir nicht sicher, ob hier nicht der Panzi bei der Entwicklung "seines Bootes" mitgeholfen hat, auch der Thomas hatte seine wahre Freude an dem Teil :
Das Volumen des GTX ist eindeutig für schwerere und kräftigere Paddler bemessen, diese fühlen sich in dem Teil auch wohl, hier birgt der GTX jede Menge positive Überraschungen. Für leichtere Zeitgenossen ist der GTX eine echte Variante zu einem reinrassigen Creeker, denn mehr Spielpotential als dieser hat er allemal, und wenn man nicht vor hat, in die allerobersten Regionen des Wildwasserfahrens vorzustossen, dann...........
Wie der GT ist auch der GTX äußerst wendig, der Steinslalom in der Abseilstrecke macht so richtig Spaß. Platz hat der GTX natürlich klarer Weise deutlich mehr, also auch eine große Pelibox ist sauber unterzubringen.


Steht doch auf den Schiffen drauf, wie die Boote heissen. ;-)

FAZIT: Ein ziemlich lässiger Riverrunner, mit dem vor allem schwere Fahrer ihren Spaß haben werden. Desweiteren eine lässige Alternative für diejenigen, denen ein reinrassiger Creeker zu "plump" ist. Daheim ist der GTX sicher auf allen Gewässern, die ein Normalpaddler fährt, ein klassischer Allrounder halt. Leichte Paddler werden allerdings nicht recht viel spielen können mit dem GTX. Das ist eindeutig den schwereren Jungs vorbehalten. Nun, ich wünsch euch viel Spaß bei allem, was immer ihr auch tut !!


Thomas aus Graz im GTX Cu somewhere, sometimes in sunny summertime

Toni

© Soulboater.com 2002,
Buidln by Toni, Anschi und Werner

 

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