| Das 11. Kajakfilmfestival in Rosenheim
- Bei vielen Paddlern der erste feste Termin im Jahr, fand auch in diesem Jahr das Kajakfilmfestival in Rosenheim statt. Über 500 Zuschauer fanden sich im Kultur- und Kongresszentrum Rosenheim (KuKo) ein und sahen ein ca. vierstündiges Programm, dass vor allem die Wildwasserfans begeistern konnte.

Den Anfang machte Altfilmer Hans Memminger. Wir errinnern uns, beim 10th Kayakfilmfestival 2007, vor rund einem Jahr konnte Memminger die Trophäe für den besten Profifilm mit nach Hause nehmen. Und auch dieses Jahr zeigte Memminger einen grandiosen Film. Er begeisterte das Publuikum mit einer Huldigung des Topolinos.

Wildwasserszenen mit dem Vater aller heutigen Creekern, in Verbindung mit lustigen Ausschnitten am Land und auf Wasserbrunnen sorgten für viel Staunen und Lachen.
Zweiter Film am Abend war "Source" von Rush Sturges. Ein richtiger Wildwasser-Porno. Steile Action gepaart mit spitzen Freestyleszenen. Und zwischendurch auch noch mal eben der damalige Wasserfallrekord (34 m) an den Alexandria Falls in Kanada.

Letzter Film vor der Pause, war der Expeditionsfilm "Greenland" der beiden Briten Ali Marshall und Simon Tapley. Sie standen Olaf im Anschluss noch Rede und Antwort. Dieser wird es den beiden Engländern nach machen und im Sommer eine fünfwöchige Entdeckungsreise nach Grönland unternehmen. Auf die Frage wie die beide Briten auf ihr Reiseziel gestoßen sind, sagten diese, dass es bei Google Earth steil und interessant aussah.

Nun ging es in die halbstündige Pause, zu Smalltalks, Bier und Weißwürschtenl. Tao Berman kam aus dem Autogramme schreiben gar nicht mehr raus. Bis es weiter ging und nun die Newcomer an der Reihe waren. Neun Filme wurden an diesem Abend gezeigt. Im Anschluss wurde vía Applausometer vom Publikum der Sieger bestimmt. Am Ende siegte "The last Descent" von Ben Jung mit nur 0,1 Dezibel Vorsprung. Der Film macht auf die baldige Verbauung des Weißen Nil und dessen Folgen aufmerksam.

Nach der Siegerehrung der Newcomer wurde der wohl bekannteste Paddler der Welt auf die Bühne gebeten. Tao Berman wurde von Olaf interviewt. Neben Fragen zu seinem neuestem Film musste der smarte Amerikaner auch erklären, wie er denn zum paddeln kam:

"Als ich 14 war geriet ich oft in Schwierigkeiten und meine Mum wollte mir deshalb laufend zu positiven Erfahrungen verhelfen. Einmal wollten wir auf einem Fluss raften. Da wir keine Helme hatten mussten wir zu einer Kajakschule – und da war es um mich geschehen,"

Auf die Frage ob ihn denn irgendetwas vom Paddeln abhalten könnte, antwortete er:
"Nein, Paddeln ist mein Leben. Außerdem mag ich den Gedanken, mich mit 60 noch Sachen hinunter zu stürzen bei denen die 20-Jährigen stutzen und sagen: 'Schau dir den Alten an!'

Nach dem Interview lief dann der Streifen "Pulse - One Year with Tao Bermann and Team" über die Leinwand. Spektakulärer Alpinstart aus dem Helicopter, sowie zahlreiche Erstbefahrungen machten den Film spannend bis zum Schluss.

Im Anschluss wurde nun der beste Profifilm gesucht. Natürlich wieder mit Hilfe des Applausometers. Er hätte es selber wohl kaum erwartet. Nach dem er den Preis für den besten Film, schon im vergangenem Jahr entgegennehmen konnte, schaffte es Hans Memminger auch dieses Jahr wieder das Publikum zu begeistern und bekam den Preis für den besten Profifilm für seinen Film "Topolinaden".

Text und Fotos: Thomas Hinkel Organisation des Events: Olaf Obsommer: http://www.sickline.com/ |