| Im Dauertest: Das Schlegel Workblade Vor gut einem Jahr kam das Schlegel Workblade auf den Markt. HF sckickte mir eines dieser neuen Nylon 20 Paddel mit der Bitte, es mal ausgiebig auf unterschiedlichsten Bächen auszuprobieren. Das taten wir dann auch: Das Workblade war mein Handwerkszeug auf steinigen Harzbächen, diente als "Skistock"zum Beschleunigen auf verharschtem Schnee beim Toporodeln, war Fortbewegungsmittel auf wuchtigen Flüssen und hakeligen Grundgesteinsrutschen in Norwegen und Österreich sowie natürlich im Rodeoeinsatz an diversen Spielstellen. Daneben diente es noch zum Ausheben von Feuerstellen, als Ersatzspaten beim Walzenbauen und in der Ötztal-WG zum Züchtigen aufmüpfiger Untertanen ;-). 
Es läßt sich also schon allein von der Vielzahl seiner Einsätze als echtes Allroundpaddel bezeichnen. Trotz der intensiven Nutzung, nachdem ich einmal im März 2001 mit dem Workblade zu paddeln begonnen hatte, hatte ich kein Verlangen nach meinem alten Paddel mehr, hielt sich der Abrieb durch Steinberührung im Gegensatz zu anderen bisher benutzten Composite-Paddeln in äußerst geringen Grenzen.

J-P auf der Steyr - HKN Himmelfahrtscamp 2001
Mußte ich bisher nach jeder zweiten Tour mein Prepreg-Paddel an den Blättern nachschleifen, gehört dieser Wartungsservice beim Workblade der Vergangenheit an: Das Paddel ist auch in der zweiten Saison nicht merklich kürzer geworden, es hat im Zeitverlauf nur ein paar tiefe aber für die Sicherheit unbedeutende Schrammen bekommen. Das Gewicht ist im Vergleich zu anderen Plastikpaddeln angenehm leicht, der Schaft hat einen guten Flex und auch die Ovalisierung im Griffbereich passt gut in die Handfläche. Ein subjektiver Vorteil ist der im Gegensatz zu meinen bisherigen Paddeln etwas dünnere Schaft, der sich dadurch angenehmer greifen und besser führen läßt. 
Einzig die Asymmetrie der Blätter läßt konstruktionsbedingt Kritik aufkommen: Will man sich von einem Stein oder vom Ufer wegschieben, rutscht das Paddel aufgrund seiner schrägen Blattform ab. Um sich abzustoßen, muß das Paddel erst um 180 Grad gedreht werden, um einen Druckpunkt mit der oben liegenden Ecke zu finden. Unschön, wenn gleich danach eine schnelle Reaktion gefragt ist und das Paddel vorher erst wieder in seine Ursprungsposition im Griffbereich gebracht werden muß. 
Früher brauchte ich alle Jahre wieder ein neues Paddel, weil das gerade in Gebrauch befindliche in der Fläche seiner Blätter immer kleiner und unfreiwillig asymmetrisch geworden war. Mit dem Workblade könnte ich nach jetztigem Gebrauchsstand noch einige Jahre paddeln, ohne daß es zu wesentlichen Einbussen in Sicherheit, Blattgröße und Komfort im Griffbereich durch Beschädigungen am Schaft kommen sollte. Mit den paar mehr Gramm Gewicht im Vergleich zu ultraleichten Kohlepaddeln kann ich gut leben, wichtiger ist für mich die Zuverlässigkeit und Robustheit im alltäglichen Wildwasser- und vor allem Playspoteinsatz: In dieser Hinsicht hat mich das Workblade voll überzeugt.
texted by Jan-Peter
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