| - Nachdem die Harzwasserwerke in den vergangenen Wochen schon schmelzwasserbedingt Wasser in die untere Okerstrecke ablassen mussten, verschärfte sich die Situation Mitte Januar 2011 noch deutlich.

Aufgrund weiterer Niederschläge und milder Temperaturen liefen die Stauseen schneller voll als erwartet.

Mit Mühe und Not konnten die Harzwasserwerke das Wasser noch zurückhalten, nachdem sich aber abzeichnete, dass das Wetter wieder kälter und trockener werden würde, hiess es nur noch:
Okerablass: Full on!

Die Schleusen der Okertalsperre und auch anderer Harzer Stauseen wurden voll aufgedreht.
Wasser marsch!

Pünktlich zum Freitag sprudelten 12 Kubikmeter durchs Okertal, gegenüber den schon guten 7 Kubikmetern der Vorwoche eine echte Steigerung, die nicht nur für mehr Volumen im Bach sondern auch zu einer deutlichen Veränderung des Wildwassercharakters führten.

Was nur fehlte, waren die Paddler. Nur wenige Grüppchen waren an dem Wochenende im Okertal unterwegs. War es zu kalt oder regierte einfach die Angst vor zu hohen Schwierigkeiten der Oker?

Die Jungs aus Bielefeld und Paderborn hatten auf alle Fälle ihren Spass und erlebten grossen Sport, wie aus den Bildern unschwer zu sehen ist.

Andere Gruppen hatten dagegen erhöhten Einsatz zu bringen, was sich dann auch in Gesichtsverletzungen äusserte.

Ein für das schwere Wildwasser besser geeigneter Helm mit Gesichtsschutz hätte wahrscheinlich zu weniger Blessuren geführt  
Mittlerweile ist der Wasserstand des Okerstausees durch den kräftigen Aderlass wieder deutlich zurückgegangen und die Harzwasserwerke haben reagiert: Der Okerablass wurde deutlich reduziert und wird wahrscheinlich in den nächsten Tagen wieder ganz eingestellt werden.

Schade für alle, die es nicht ausnutzen konnten.


Text: Jan-Peter
Bilder: Michael Hermann |