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Langzeiterfahrungen mit dem Fluid Spice L
geschrieben von Jan-Peter, erstellt am 16.03.2011

Im Frühjahr 2007 wurde der Fluid Spice L dem deutschen Kanumarkt präsentiert.

Bereits im Oktober 2007 stellten wir das Boot erstmalig auf Soulboater.com vor.

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Fluid war damals noch ein relativ neuer Kanuhersteller, dessen Produkte in Europa weitgehend unbekannt waren.

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Umso neugieriger waren wir auf die Boote aus Südafrika, auf Materialhaltbarkeit und Fahrverhalten.

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Die Idee des Fluid Spice besteht darin, die Lücke  zwischen kurzen "Rodeosemmeln", die nur für Park&Play konstruiert sind und eher runden und langen Riverrunnern zu schliessen.

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Herausgekommen ist ein 2,28 Meter langes Flachbodenboot mit relativ langer Wasserlinie und viel Platz im Cockpit und Fussraum für lange Sitzungen auf Flusstouren.

Insgesamt hat das Boot in den vergangenen Jahren viel Spass im leichten bis mittleren Wildwasser bereitet.

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Es surft aufgrund seiner relativen Länge sehr gut auf Wellen wie z.B. dem Playspot in Obervellach an der Möll, wo kürzere Boote regelmässig runtergespült werden.

Man muss aber etwas aufpassen, nicht ins Wellental zu bohren, was sich aber durch schnelles Carven gut vermeiden lässt.

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Fürs Wildwasserpaddeln hat das Boot genug Auftrieb, um nicht gleich in Verschneidungen abgesaugt zu werden.

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Ein Nachteil besteht im eher geringen Volumen im Vorderschiff: Bei Sprüngen ins Kehrwasser bohrt der Bug ins Wasser und das Boot muss dann aktiv gekantet werden, um es schnell wieder zum Auftauchen zu bewegen.

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Umgekehrt ist das Unterschneiden mit dem Heck ohne unterstützenden Druck von Kehrwasserverschneidungen sehr kräftezehrend, das deutliche Volumen im Heck macht sich dabei deutlich bemerkbar.

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Cartwheels in der Walze sind mit Kraft und Technik noch so gerade machbar, Loops dagegen auch aufgrund der Länge des Kajaks nur etwas für echte Rodeocracks.

Das Boot hat eine gute Anfangsstabilität und lässt sich für ein Flachbodenboot erstaunlich leicht rollen.

Das Verstellen der Rückenlehne mittels auf dem Boden vor dem Sitz befindlicher Gurtratschen ist gewöhnungsbedürftig:

Die Ratschen sind an dieser Stelle schlecht platziert, weil sie für einen Panikausstieg unter Wasser schlecht erreichbar sind und vor allem beim Einsteigen mit sandigen Schuhen schnell verschmutzen und damit schwergängig werden. Auf Höhe der Schenkelstützen wären sie eindeutig besser platziert. Zwischenzeitlich wurde dies vom Hersteller auch erkannt und geändert.

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Der Sitz war im Originalzustand eindeutig zu tief, mit dem beigelegten Fittingmaterial konnte er um ca 2 cm erhöht werden, was sich in einer wesentlich besseren Sitzposition und damit deutlich besserem Bootshandling äusserte.

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Mit dem Material (rotiertes PE) gab es in den mittlerweile drei Jahren Testzeit kein Problem, das mag aber auch daran liegen, dass das Boot hauptächlich auf eher wasserreichen Flüssen zum Einsatz kam und nicht auf verblockten Bächen mit ständigem Steinkontakt.

Auch scheint das Boot dicker und steifer als vergleichbare Kajaks zu sein.

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Zusammengefasst ist der Fluid Spice L ein schönes Boot für längere Touren und Spieleinlagen auf leichtem bis mittlerem Wildwasser.

 

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