- an Ostern zog es Soulboater.com-Reporterin Martina nach Jahren mal wieder nach Korsika, doch diesmal nicht an den Golo oder den Tavignano, sondern an den Taravo und den Rizzanese.
Dies ist die Flußbeschreibung des Mittleren Taravo bei einem mittleren Wasserstand.
Der Einstieg befindet sich an der Brücke der D26, aus Richtung Propriano kommend vor der Brücke links (Es empfiehlt sich nicht, die Autos auf der anderen Seite bei dem Haus abzustellen, das hat wohl schon zu Unmut geführt). Man muß nur einen steilen Hang ein kurzes Stück auf einem Pfad absteigen.


Wenige Kilometer nach dem Einstieg – überwiegend leichtere, wenn auch manchmal unübersichtliche Katarakte - mit WW II-III bis dahin – kommt das erste wirkliche Highlight des Taravo: Eine ca. 4 Meter hohe Stufe mit Wasserfall.


Dabei gibt es auf der flussabwärts betrachteten linken Seite eine „chickenline“, bei der man quasi über eine Steinplatte in den Fall hineinrutscht.

Die Stufe läßt sich auf dieser Chickenline sehr einfach fahren und ist definitiv etwas für Wasserfallanfänger (wie z.B. mich selbst).
Die darauffolgenden teilweise unübersichtlichen Katarakte, meiner Meinung nach alle durchweg mindestens WW IV- bis IV, fand ich erheblich schwerer als diesen Wasserfall. Vor allem die vielen Steine, die permanent die Aufmerksamkeit des Paddlers fordern, machen die Tour sehr anstrengend.




Die schwierigsten Stellen kommen bald nach dem Wasserfall, hier z.B. die Kellertreppe, ein wuchtiger Katarakt mit großen Felsen, den man sich unbedingt vor dem Fahren ansehen muß, um die beste Route zu checken (leider habe ich davon noch keine Fotos, da ich selbst an dieser Stelle nicht fotografiert habe). Danach kommt nach einigen Kilometern noch einmal eine Stufe, die wir uns nicht vorher angesehen haben und die auch gut zu fahren war, die aber auch mindestens WW IV- war.


Anschließend lassen die Schwierigkeiten deutlich nach, aber stete Aufmerksamkeit ist dennoch gefragt, da es durch den Wald geht und man jederzeit mit Baumhindernissen rechnen muß. Zudem teilt sich der Bach ab und zu und man muß den richtigen Arm finden. Bei unserem Wasserstand wurde es da teilweise schon schrabbelig.
Der Ausstieg befindet sich dann an der Brücke der N196. Hier müssen die Boote ein ganzes Stück wieder einen steilen Hang hochgetragen werden, was nach einer ohnehin anstrengenden Tour ein leichter Makel der ansonsten tollen Wildwassertour ist.
Fazit: Ein echter Korsika-Klassiker für fortgeschrittene Paddler mit einem tollen Wasserfall-Highlight.
Bericht und Fotos: Martina & 2 Bilder freundlicherweise überlassen von outdoordirekt
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